Zu Ehren seiner Majestät Bernd I. Groß und seiner Gattin Syvia!

Um eine Lobrede über seine Person zu hören, muss man innerhalb einer Gemeinschaft etwas Besonderes leisten.
Um in einer Gemeinschaft etwas zu vollbringen, muss man erst eine kennen lernen.
Das kennen lernen fiel ins Jahr 1995, als hier in Eberschütz das Kreisschützenfest ausgetragen wurde.
Einer Einladung unseres Mitgliedes, Kurt Pfufar, folgend, fanden wir uns in Eberschütz ein.
Bei unserer privaten Unterbringung befand sich auch eine Schlafgelegenheit auf dem Mittelweg 9.
Aufs herzlichste von unseren ''Herbergseltern'' Silvia und Bernd begrüßt, bezogen einige in ''Tonis Bar'' Quartier.
Dieser umgebaute ehemalige Schweinestall genau die richtige Unterkunft für Strohwitwer, Geschiedene und Junggesellen.
Während des Kreisschützenfestes, konnten wir Bernd, unsere neue Majestät überreden als Gastmarschierer beim Neusser-Bürger-Schützenfest teilzunehmen.
Der Gastmarschierer ist eine besondere Einrichtung in unserem Zug, ein Mittelding zwischen passiv und aktiv, die Aufnahme als Aktiver erfolgt erst, wenn ein Jahr als Gastmarschierer absolviert wurde, so steht es in unserer Satzung und die ist uns heilig
. . . es sei denn, die Mitglieder sind einstimmig der Meinung die Satzung besser im Schrank zu lassen und so wurde im Oktober 96 aus dem Gastmarschierer, der Aktive Bernd.
Damit erwarb er auch das Anrecht auf den Königsvogel zu schießen, dies machte ihn bereits 1998 beim Königsvogelschießen zum Ritter.
Als wir uns am 06.11.1999 zum Königsvogelschießen auf der Schießanlage in Neuss einfanden um einen König zu ermitteln, waren unsere Aktiven aus Eberschütz anwesend und voller Tatendrang.
Ein spannender Schießwettkampf begann, als Erster errang Noch-Majestät Jochen nach dem 27. Schuß die Würde des Kopfritters. Nur 36. Schuß später erreichte Norbert das Ziel des linken Flügelritters.
Den rechten Flügel schoß seine Majestät Bernd I. mit ebenfalls dem 36. Schuß.
37 Schüsse brauchte der nächste Eberschützer Kurt um sich die Würde des Schweifritters zu erkämpfen.
Jetzt galt es. Die Ritter erkoren, der neue König gesucht, den ersten Schuß brachte Noch-Majestät Jochen auf den Weg und es brauchte noch weitere 60 Schüsse bis die entscheidende Phase anbrach, der Rumpf wackelte aber er fiel nicht.
Zwei altgediente, königserfahrene Schützen standen schon an der Stange und fragten sich gegenseitig ''Du oder Ich'', aber keiner von Beiden sollte es werden, als nächster kam Michael ans Gewehr, ohne zu Wissen, das sein Schuß ihm den Ochsenorden einbringen sollte, ein guter Schuß auch getroffen, aber der Vogel hielt sich krampfhaft fest.
Der Schießmeister beeilte sich, denn es kam Wind auf.
Bernd legte an und schoß, der Vogel fiel und der Schützenlustzug Klävplostere bekam eine neue Majestät Bernd I Groß und somit auch eine neue Königin Silvia I. und die Freude wärmte unsere Herzen an diesem kalten Tag.
Eine besondere Freude auch die Erkenntnisse über die Tatsache einer Krönung in Eberschütz.
König zu werden ist einfacher, als König zu sein, birgt diese Amt doch auch eine Bürde in sich, z.Bsp.: die Anwesenheit bei allen Umzügen und das tragen der Königskette auf Schützenfest.